FF Günselsdorf
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Übung Flugzeugabsturz „Pegasus 15“ in Bad Vöslau

Am Samstag, den 12. September 2015 fand am Flugplatz Bad Vöslau/Kottingbrunn eine Flugnotfallübung statt.

Alle zwei Jahre muss eine solche Großunfallübung abgehalten werden. So steht es in der „Zivilluftfahrt- Vorfall- und Notfall-Maßnahmen-Verordnung“ (ZNV). Das folgende Szenario wurde von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Vöslau und dem Roten Kreuz Bad Vöslau erarbeitet.

Flugzeugteile wurden mit PKW’s und einem Bus dargestellt. Um 15:00 Uhr kommt es zu einer Notlandung einer Maschine des Typs „Beechcraft 1900“. Die zweimotorige Propellermaschine mit 13 Passagieren an Bord hat Probleme mit den Triebwerken und streift beim Landeversuch das Flughafengebäude. Durch herumfliegende Flugzeugteile wird eine weitere Maschine des Typs „Cessna 172“ mit zwei Personen an Bord getroffen. Ein Hangar neben dem Hauptgebäude fing durch auslaufende Betriebsstoffe Feuer und stand binnen weniger Minuten in Vollbrand. In den Schulungsräumen im Keller des Hauptgebäudes wurden weitere 2 Personen vom dichten Rauch eingeschlossen. Nachdem durch den Tower Crashalarm ausgelöst wurde, setzte sich die Rettungskette in Gang.

Von der Bezirksalarmzentrale Baden wurde Alarmstufe 3 ausgelöst und die Freiwilligen Feuerwehren Bad Vöslau, Kottingbrunn, Gainfarn, Großau, Sooß, Günselsdorf und Teesdorf alarmiert. Die Rettungsleitstelle Notruf 144 löste „Notfall GROSS“ aus und alarmierte Rettungsmittel aus Bad Vöslau und Berndorf. Während die Einsatzkräfte das Flughafengelände anfuhren setzte sich bereits ein Flughafenlöschfahrzeug der Betriebsfeuerwehr in Bewegung. Mit einem Frontmonitor schlug das Löschfahrzeug die Flammen aus einem Wrackteil nieder.

Die ersteintreffenden Kräfte der Feuerwehr Bad Vöslau begannen unter Atemschutz die Menschenrettung im Keller und starteten einen umfangreichen Außenangriff mit mehreren Rohren und der Drehleiter. Weiters wurde die Einsatzleitung und die Bereichsleitung „Hauptgebäude“ von den Vöslauer Einsatzkräften übernommen. Das Rüstfahrzeug begann mit der Menschenrettung bei der schwer beschädigten Cessna.

Die Feuerwehr Kottingbrunn fuhr sofort auf das Vorfeld des Flugplatzes und begann mit der technischen Menschenrettung. Die Bereichsleitung „Rollfeld“ übernahm der erste Gruppenkommandant der FF Kottingbrunn.

Die restlichen Freiwilligen Feuerwehren wurden auf die beiden Bereiche aufgeteilt und begannen ebenfalls mit der Brandbekämpfung und der Menschenrettung. Die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes gingen, parallel zu den Arbeiten der Feuerwehren, nach den Richtlinien bei einem Großunfall vor. Der erste RTW aus Bad Vöslau verschaffte sich einen Überblick und übernahm die Einsatz- sowie die Transportleitung vor Ort. Nach und nach trafen weitere 7 Fahrzeuge des Roten Kreuzes Berndorf sowie Bad Vöslau am Unglücksort ein.

Unter den Nachrückenden Rettungswägen, war ebenfalls ein NAW (Notarztwagen, Anm.) alarmiert, welcher von der Einsatzleitung zum Errichten eines Triageplatzes eingesetzt wurde. Auf diesem Platz werden alle verletzten sowie unverletzten Personen begutachtet und anschließend in Behandlungskategorien nach Dringlichkeit eingeteilt.

Die Leitung des Transportplatzes, koordinierte den sicheren Abtransport in die umliegenden, in diesem Fall fiktive, Krankenhäuser. Besonderes Augenmerk liegt bei dieser Aufgabe auf den Aufnahmekapazitäten der einzelnen Krankenhäuser.

Während der laufenden Rettungs- und Bergearbeiten auf dem Rollfeld, explodierte plötzlich ein Teil des Flugzeuges, blitzschnell reagierten die Feuerwehreinsatzkräfte und löschten den entstanden Brand unter Atemschutz. Nach gut 2 Stunden konnte diese Großübung erfolgreich abgeschlossen werden.

Im Anschluss an eine Übungsbesprechung wurden die Einsatzkräfte durch die RK HE 3/1 aus Bad Vöslau mit ausreichend Essen und Getränken versorgt.

Die Freiwillige Feuerwehr Günselsdorf nahm mit einem Fahrzeug (LF-B) und 7 Feuerwehrmitglieder an dieser Übung teil.

Bericht und Fotos: FM Daniel Wirth FF-Bad Vöslau

 

Christopher Neumayer, oeffentlichkeitsarbeit@ffguenselsdorf.at